Über eine Pressemeldung vom 12.03.2015 haben wir folgendes zur Kenntnis genommen:
Zitat:
Die katholische Kirche in Deutschland hat offenbar mehr pädophil geneigte Männer in ihren Reihen als bislang angenommen.
Zu dieser Einschätzung kommen namhafte Sexualforscher wie der Berliner Sexualpsychologe Dr. Christoph J. Ahlers und Prof. Klaus M. Beier von der Berliner Charité. Ahlers äußert sich am Montag, 16. März, um 23.30 Uhr im Ersten in der NDR Dokumentation „Das Schweigen der Männer – Die katholische Kirche und der Kindesmissbrauch“. Zitatende
Quelle: http://www.cleankids.de/2015/03/12/mehr-paedophile-kleriker-in-katholischer-kirche-als-bisher-angenommen/52948
Schon seit vielen Jahren kritisiert netzwerkB das Projekt „Kein Täter werden“ als verharmlosenden Versuch, von den Ursachen und vom eigentlichen Problem abzulenken – der Entstehung und Auswirkung von Gewalt und Angst in den Familien.
Außerdem kritisieren wir den undifferenzierten Gebrauch des Wortes Pädophilie. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 12 bis 20 Prozent aller Täter, die sexuelle Übergriffe auf Kinder verüben, im o. g. Sinne „pädophil“ sind. Das heißt, 80 bis 88 Prozent aller Taten, die landläufig als „sexueller Missbrauch“ gelten, werden NICHT von so genannten „Pädophilen“ verübt. Mehr unter:
netzwerkB Positionspapier Pädophilie
Das Projekt „Kein Täter werden“ täuscht mit dem landläufig gebräuchlichen, ungenauen Begriff ‚Pädophile‘ vor, sehr viele Männer vor einem möglichen Täter-‚Schicksal‘ und späteren sexuellen Übergriffen auf Kinder zu bewahren. Dieser Trugschluss suggeriert der Gesellschaft, ein solches Projekt könne Kinder schützen. Die erwartete Hilfe bleibt aus, sowohl für Kinder als auch für potenzielle Täter.
Erst kürzlich teilten wir der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und dem Bundesjustizminister Heiko Maas in einem offenen Brief unsere fachlich begründeten Zweifel mit. Unserer Überzeugung nach wird sich das Konzept der Charité nicht dauerhaft eignen und sich nicht ausreichend wirksam als Strategie zur Tatvermeidung erweisen können. Den gesamten Brief finden Sie unter:
Präventionsprojekt “Kein Täter werden” – Pädophile Impulse nachhaltig stoppen!
Weitere Kritik finden Sie bei Wikipedia unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kein_Täter_werden#Rezeption
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Für Rückfragen:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: +49 (0)4503 892782 oder +49 (0)160 2131313
presse@netzwerkb.org
www.netzwerkB.org
Könnten die Sexualwissenschaftler bitte in einer Pressemitteilung verlauten lassen,daß die Seele eines Kindes immer Schaden davonträgt, wenn es mit Geheimnissen aufwächst!?
Ich denke doch daß dies auf Dauer eine existentielle
Prophylaxe ist, im Umgang mit drohenden traumatischen Ausagierungen.
Es kann doch nicht sein, daß sich Täterprophylaxe nur auf in den Brunnen gefallene bezieht.
Auch Eltern haben Pflichten.
Wo bleibt das grenzübergreifende Arbeiten von den Professionellen?
Warum wird der Stand der Psychologen nicht gestärkt, sie sind es doch die mit Eltern in Kontakt kommen.
Interessiert sich denn niemand für kollektive Familenschicksale, _Inszest und Mitwissertum?
Wo bleibt die Anzeigenpflicht und Ahndung?